Kreisverkehr
01.02.2001 : Neue Regeln für den Kreisverkehr
Seit dem 01.02.2001 kennt die StVO nun endlich den Begriff »Kreisverkehr«, mancher orts sagt man auch Kreisel dazu.
Und es wurden auch gleich einige neue Vorschriften ins Lebengerufen, insbesondere was die Vorfahrt und das Blinken angeht.
Das entsprechende Verkehrszeichen, das es schon bis 1972 gab,
kommt zu neuen Ehren.

01.02.2001 : Reißverschlussverfahren
Mit Wirkung zum 01.02.2001 trat eine gesetzliche Klarstellung des sogenannten Reißverschlussverfahrens in Kraft.
Das bereits in § 7 Abs. 4 STVO festgeschriebene Reißverschlussverfahren wurde von vielen Verkehrsteilnehmern falsch angewandt, da zu früh auf den weiterführenden Fahrstreifen gewechselt wurde. Die Vorschrift wurde deshalb um den Zusatz ergänzt, dass der Übergang vom endenden Fahrstreifen auf den durchgängigen befahrbaren Fahrstreifen erst
"unmittelbar vor Beginn der Verengung" erfolgen darf.

Benutzung des Seitenstreifens
01.01.2002 : Neue Verkehrszeichen
Die 35. Änderungsverordnung zur StVO hat drei neue Verkehrszeichen hervorgebracht, die sich alle um das Thema
"Benutzung des Seitenstreifens" drehen.
Gemeint ist der Seitenstreifen von Autobahnen,
der als Fahrspur benutzt werden soll,
wenn das entsprechende Schild gezeigt wird.

Grünpfeil
01.05.2003 : Vorsicht, hier lauert eine Bußgeld-Falle
Für flüssigeren Verkehr soll der grüne Pfeil an Ampeln sorgen.
Er erlaubt das Abbiegen nach rechts auch bei Rot. Doch was viele nicht wissen: Rechtsabbieger müssen diese Möglichkeit nicht nutzen. Wem die Kreuzung zu unübersichtlich ist, der darf trotz des Pfeils auf Grün warten. Und da lauert für die Nachfolgenden eine Bußgeld-Falle:
Denn wer den vor ihm stehenden " Träumer " anhupt, um ihn zur Weiterfahrt zu bewegen, dem drohen bis 100 Euro Strafe und vier Punkte. Dasselbe gilt, wenn man ohne Stop an der Haltelinie bei Rot nach rechts abbiegt.

01.04.2004 : Telefonieren am Steuer wird teuer
Das Verwarnungsgeld allein hat offenbar zu wenig Wirkung gezeigt:
Das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung während der Fahrt kostet ab 1. April nicht nur 40 Euro, sondern bringt außerdem einen Flensburger Punkt ein. Man kann also auch so erklären: Wer ab April achtzehn Mal beim verbotenen Telefonieren erwischt wird, verliert den Führerschein . Aber ernsthaft: Wenn die Einsicht fehlt und außerdem das Flensburger Konto bereits randvoll ist, könnte ein weiterer Punkt für's Telefonieren das berühmte Fass zum Überlaufen bringen.... Eines sollte dabei nicht vergessen werden: Es spielt keine Rolle, ob man selbst anruft oder angerufen wird.

01.04.2004 : Schilderbrücken sind amtliche Verkehrszeichen
Die Verkehrsregulierung auf Autobahnen hat technische Fortschritte gemacht. Dazu zählen auch die über der Fahrbahn angebrachten Schilderbrücken, auf denen bei Bedarf verschiedene Symbole gezeigt werden können, meistens Verkehrszeichen. Befolgt man die dort gezeigte Höchstgeschwindigkeit, so verhindert das möglicherweise die Bildung oder Verschlimmerung eines Staus, denn natürlich sind diese Anlagen mit einem Zentralrechner verbunden. Der erhält über Kontaktschleifen Daten über die Menge der Fahrzeuge, die sich auf der Autobahn befinden. So weit, so gut. Leider halten einige Fahrer die Schilderbrücken für bloße Empfehlungen, aber man muss die Symbole wie normal aufgestellte Verkehrszeichen befolgen. Sie sind also gültige offizelle Streckenverbote.

01.04.2004 : Wendeverbot
In anderen Ländern dieser Welt war dieses Schilld schon längst üblich, Deutschland hat sehr spät nachgezogen.
Die Bedeutung ist schnell erklärt:
Es ist an der Straßenstelle verboten, das Fahrzeug zu wenden.
Zum Beispiel: an Kreuzungen. Linksabbiegen ist davon nicht betroffen
(das kann weiterhin erlaubt sein)